Donnerstag, März 31, 2011

Tagebuch

Ich vermisse Dich
denke unaufhörlich an Dich,
was du gerade machst?
ob es dir gut geht,
ob sie Funkeln die Strahlen, weil du lachst,
aber vor allem wann du heim kommst?
Ich vermisse Dich
und sauge in der Dunkelheit Staub.

Ich vermisse Dich,
will mein Leben mir Dir verbringen,
warum gerade Du?
weil Du mir Grenzen zeigen kannst,
weil Du alles sicher machst,
aber vor allem mich.
Ich vermisse Dich,
sauge in der Dunkelheit Staub
und ziehe keine Luft mehr aus dem Zimmer.

Ich vermisse Dich,
kann mich kaum mehr an das vor Dir erinnern,
an was denkst Du gerade?
dass woraus ich fliehen wollte,
dass was mich ins Dunkle trieb,
aber vor allem was mich unglücklich machte.
Ich vermisse Dich,
sauge in der Dunkelheit Staub,
ziehe keine Luft mehr aus dem Zimmer,
und zwei kleine Steinchen lassen den Motor aufheulen.

post scriptum:
Vielleicht brauchte mein Herz nicht sovielen Menschen Blankoschecks auszustellen,
natürlich hätte ich die Tür früher zuziehen können,
aber manchmal ist das Leben wie nächtliches Staubsaugen,
man will unbesehen sicher sein,
dabei weiss der Kopf überhaupt nicht was das ist,
und trotzdem fühlt man es plötzlich.

Mittwoch, März 30, 2011

Nightspam

Dienstag, März 29, 2011

Borges:

Unsterblich zu sein ist nichts Besonderes; vom Menschen abgesehen sind es alle Geschöpfe, da sie den Tod nicht kennen..

Freitag, März 25, 2011

Weil es so hervorragend ist. 2 Dinge zu Chuck´s Zimmer

Donnerstag, März 24, 2011

Eine der Szenen, die mich mehr sehen lassen wollten:

Mittwoch, März 23, 2011

Nightspam

Montag, März 21, 2011

Ohne Worte

Freitag, März 18, 2011

Buchvorstellung mit Roman L- Ausgabe 106

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche gelesen habe.
Heute: Willard und seine Bowlingtrophäen

Der 1984 im Alter von 49 Jahren verstorbene Schriftsteller Richard Brautigan erfuhr in den späten sechziger Jahren einige Berühmtheit. Danach ist es wieder still um ihn geworden und auch nach seinem Tod geriet er mehr und mehr in Vergessenheit.
In "Willard und seine Bowlingstrophänen" zeichnet er das Negativ des amerikanischen Traumes anhand von vier Menschen die aus Langeweile und Geldnot zu morden beginnen.

- Ihr Haar ergoss sich über seinen Schoß wie blondes Wasser.
- Er hungerte wie ein verlorener Stein nach dem samtenen Abendhimmel ihrer Berührung.
- Ihr Vater wünschte sich, das Leben wäre so einfach wie ein Autogetriebe.
- …Patricia war jetzt frei von aller Leidenschaft, ausgepumpt wie ein leerer Swimmingpool im Winter.
- ..es war nichts mehr da, was sie hätten fühlen können.

Wenn das nicht aus dem Jahre 1975 stammen würde, würde man es glatt Herrn Tarantino zuschreiben. Wie er mir selbst sagte, einer der Lieblingsautoren von Phillipe Djian.

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Mittwoch, März 16, 2011

Nightspam

Dienstag, März 15, 2011

Hmm

Montag, März 14, 2011

Über die Liebe - von Max Frisch

“Es ist bemerkenswert, daß wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, daß sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, daß jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und daß auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, daß wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden, weil wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alls Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfaßbar ist der Mensch, den man liebt!“

Freitag, März 11, 2011

Buchvorstellung mit Roman L- Ausgabe 105

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der zurückliegenden Woche gelesen habe.
Heute:

Ich muss zugeben, ich war immer schon ein Fan von Wolf Wondratschek.
Nun hat der 1943 in Thüringen geborene Dichter seinen neuen Roman mit einem alt bekannten Protagonisten versehen. 37 Jahre nach "Chuck´s Zimmer" geht die Geschicht weiter. Eine Idee mit der man nur verlieren kann?

Einige der besten Zeilen:
- Chuck könnte ihr die Juwelen, die sie schmücken
einzeln ins Hautinnere drücken,
- Wie viel Sicherheit ist sicher?
- Er wußte, daß Kinder das können, zuhören und nicht zuhören, beides gleichzeitig;
- Es war mit dem toten Vater zu reden nicht leichter als mit dem lebendigen.
- Es war lächerlich! Ein kleiner Junge, der keiner sein wollte, und sich gerade deshalb wie einer benahm.
- Es ist die Erinnerung, die, wenn man alt ist, näher und näher kommt, die Traurigkeit, die weh tut, vielleicht."
- Er hatte Zeit. Er hatte Zeit es sein zu lassen.
- Wenn sie sich umarmten, war, was er hielt, sein Leben, sein eigenes.
- Der eine, sagte Chuck, der junge, wartet darauf, daß was passiert! Der andere, der alte, darauf, daß aufhört, daß was passiert.
- Wievielt Sucht war im Sperma eines Süchtigen?
- Vor allem muß ich Missverständnissen vorbeugen, allen Wünschen, die zu solchen führen konnten, die Wärme abdrehen.
- Daß er ihr nichts, aber sie sich von ihm alles versprochen hatte, war keine Rechnung, unter die kein Strich zu setzen war.
- Er wollte das eigene, nicht das Leben anderer retten, wenn er sich verliebte, und verliebt war er, das Laster sovieler Schriftsteller, mehr in Träumen von der Liebe als die geliebte Geliebte.
- Die Blumen waren welk geworden, die jungen Seelen mutlos, die Gesichter nachdenklich und die Liebe, die so lange so leicht gewesen war, war wieder schwer.
- Die gemeine, alltägliche Liebe, die Liebe, wie die Wirklichkeit sie anbietet, wie sie die Menschen beschädigt, sie unterhält, quält, leiden und verzweifeln lässt, die Liebe ohne das Geschenk ihrer Idealisierung war nur die Parodie auf wirkliche Gefühle.
- War es nicht Huxley, der gesagt hat: Die Medizin ist so weit fortgeschritten, daß niemand mehr gesund ist?

Reif, weise und schonungslos. Wolf Wondratschek hat uns mit "das Geschenk" wirklich ein Geschenk gemacht, anders kann man es nicht sagen. Ein sprachlicher Hochhochgenuß.

Hanser Verlag, 173 Seiten, 17,90 €.

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Donnerstag, März 10, 2011

Fred the king

Mittwoch, März 09, 2011

Nightspam heute:

Dienstag, März 08, 2011

Paul Auster:

„Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.“

Montag, März 07, 2011

Nur mal so

Das Eingeständnis in die eigene Limitiertheit wirkt wie ein ausgiebiger Urlaub. Erholsam dahingehend, weil der ans sich selbst gestellte Erwartungsdruck nachlässt und die Bereitschaft Stärken der Anderen in Empfang zu nehmen gesteigert wird. Wer nicht alles kann, kann nicht immer am Steuerrad stehen.
So ist die Vorstellung des eigenes Egos alles zu können für mich nicht mehr als lebenszeitvernichtende Illusion.

Freitag, März 04, 2011

Buchvorstellung mit Roman L- Ausgabe 104

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der zurückliegenden Woche gelesen habe.
Heute:

Phillip Milton Roth, ständiger Anwärter auf den Literaturnobelpreis, lieferte in den vergangenen Jahren Meisterwerke wie am Fliessband. Verständlich, dass ich, als mir vorgestern sein neuer Roman ins Haus flatterte, sofort lolas. Und so begann er also für mich, der Kampf des pflichtbewussten Sportlehrers Bucky Cantor zu Zeiten des zweiten Weltkrieges.

Einige der besten Zeilen:
- Wenn Alan noch länger im Sarg gebraten würde, dann würde es diesen, so stellte er es sich vor, irgendwie zerreißen, als wäre eine Granate darin explodiert, und die sterblichen Überreste des Jungen würden sich überall im Leichenwagen und auf der Strasse verteilen.
- Eines Tages nun, als Mr. Castros Mutter fünf Jahre alt war, kam sie vom Kindergarten nach Hause, sah die Fische, zog rasch ihre Kleider aus und stieg in die Wanne, um mit ihnen zu spielen.
- "Wir können strenge Richter über uns selbst sein, auch wenn es in keinster Weise angebracht ist. Ein übertriebenes Pflichtbewusstsein kann einen Menschen stark schwächen."
- - für den nicht die Religion eine Pflicht, sondern die Pflicht eine Religion gewesen war -
- Jeder Lebensweg ist dem Zufall ausgeliefert; vom Augenblick der Zeugung an regiert der Zufall - die Tyrannei der Umstände - alles.
- Wenn man Kinder hat, vergisst man, was das Schicksal einem zugefügt hat.
- Für den Erwachsenen ist Spiel Erholung, die Wiederherstellung des Lebens; für das Kind dagegen ist Spiel Wachstum, die Erlangung des Lebens.

Atmosphäre, Spannung, Liebe und Tragik.
Es ist langsam mehr als unheimlich was Roth Jahr für Jahr abliefert.
Erneut ein Meisterwerk.

Übersetzt von Dirk van Gunsteren

219 Seiten; Hanser Verlag; 18, 90 Euro.

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Mittwoch, März 02, 2011

Nightspam