Freitag, April 28, 2006

Nilz Snapshot

Donnerstag, April 27, 2006

Zum Lachen


Heute fragte meine Banknachbarin in der Juravorlesung den Dozenten:
"Darf ich eine Frage stellen?",
Ich drehte mich instinktiv und flüsterte ihr zu:
"Das hast Du doch bereits gerade!"

Der Weg des Ruhms

Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Mein Oberkörper windet sich nach oben. Die Augen blinseln, obwohl die Helligkeit fehlt. Dunkle Umrisse meines Wohnzimmers. Oh Gott, schonwieder auf der Couch eingeschlafen. Eine Stimme in meinem Kopf sagt:"Magst Du Dein Bett nicht?".- Oberschenkel führen Füße zum Boden. Ich spüre den Teppich. Der Rumpf zieht nach. 1,79 cm strecken sich über Sehnen, Muskeln und körperliche Elektroimpulse nach oben. Ich breite die Arme aus. Mein Mund öffnet sich, weil das Gehirn mehr Sauerstoff braucht. Der linke Fuss geht in Führung, aber nicht lange. Er stößt an eine Kombuchaflasche, die sich auf dem Untergrund ergießt. Der Rechte zieht vorbei, aber auch er ist nicht vom Glück beseelt. Verfangen im Kabel des drahtlosen Computers, beginnt der ganze Roman zu taumeln. Der andere Fuss kommt ihm zur Rettung. Alles stabil! Nur noch durch die Tür, links abbiegen und die Latexmatratze wartet, gleichsam als Mond über Parador.
Die Schwelle ist genommen und da passiert es. Durch das Abbrechen des Schlüssels und die Antriebslosigkeit eine neue Sicherung zu besorgen, kämpft es mich nieder. Zwar nicht Rocky Marchiano, aber doch ein, im Gang abgestelltes Spezialized Mountainbike schickt mich auf die Bretter. Ich liege am Boden. Fast alle Viere von mir gestreckt und muss so lachen, dass Wasser aus meinen Augen strömt.
Schlaft ihr wenigstens behütet weiter ihr süßen Tagträumer,
A demain.......

Dienstag, April 25, 2006

Unbedingt ansehen!

Ist Erfolg der süßeste Honig?


Samstag, April 22, 2006

Email

Eine Email, die mich gerade erreichte. Nie werde ich so eine Scheisse, entschuldigt das Wort, aber mir kommt das so erbärmlich vor, unterstützen.

Hi ,
meine Frau, mit der ich 5 Jahre gelebt hatte, hat mich betrogen.
Dafür zeige ich ihre Aktfotos aus unserem privaten Fotoalbum.
Alle sollen sie nackt sehen.

geschickt von mark@aon.at.

Klar!

Mittwoch, April 19, 2006

Von Hunden


Gestern spazierte ich mit meinem Vater durch die Sonnenstrahlen des Englischen Gartens, kurz bevor die Dämmerung einbrach. Gerade in ein Gespräch über die "Generation Angst" vertieft, schlenderten wir einen Kiesweg entlang.
Ich erblickte einen Mann, der gerade in sein Handy sprach, während er versuchte seinen Hund anzuleinen. Es handelte sich, seid mir nicht böse, denn ich bin kein Hundefachmann, um einen hellbrauenen Jagdhund mittlerer Größe.
(Mein Vater trug, das muss wohl dazugesagt werden einen schwarzen Ledermantel und ich eine blau, rote Collegejacke.)
Mit einem Mal sahen wir den Hund plötzlich auf uns zuspurten. Er sprang auf mich zu und biss mir in den Arm. Zum Glück haben Collegejacken bekanntlich Lederärmel, so dass mit schwerere Verletzungen erspart blieben. Rückblickend kann ich sagen, ein netter Adrenalinstoß und ein untröstlicher Tierhalter erfreuen meine Gedanken immernoch.
Ich bin halt einfach ein Glückskind.
Und hier die Frage: Was machte Dr. Blum im roten Salon mit dem Leuchter? Nein Quatsch, hier im Ernst:


Warum griff mich der Hund an?
Free polls from Pollhost.com

Sonntag, April 16, 2006

Transhumanismus

Der beste Satz den ich letzte Woche gelesen habe:
Individualität und persönliche Freiheit schließen sich von der Natur des Menschen aus.

Donnerstag, April 13, 2006

Leben?

Winnie the pooh


Gerade erreichte mich diese Meldung und ich muss sagen, dass wurde aber auch Zeit:

Los Angeles - Pu der Bär hat jetzt seinen eigenen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Die Kinderfigur, die am vergangenen Heiligabend 80 Jahre (wie symbolträchtig mal wieder) alt wurde, gesellte sich damit zu Zeichentrickfiguren wie Micky Maus oder Donald Duck.

Wie der Disney-Konzern mitteilte, ist der liebenswert vertrottelte Bär eine seiner beliebtesten Figuren: Nur Micky Maus mache mit Büchern, Spielen, Stofftieren und anderen Artikeln einen noch größeren Umsatz.

Die erste Pu-Geschichte erschien 1925 in der Zeitung "London Evening News". Mit der Zeit schuf der englische Kinderbuchautor A.A. Milne auch noch etliche Freunde wie Ferkel (mein heimlicher Favorit), den Esel I-Ah, Kaninchen, die Kängurumutter Känga, der Tiger Tigger und das Heffalump. Als Vorbild dafür dienten die Stofftiere seines Sohnes Christopher Robin. Die Bücher wurden in 40 Sprachen übersetzt und in den 60er Jahren von Walt Disney verfilmt.

Mittwoch, April 12, 2006

Himmelräder

Sonntag, April 09, 2006

Atome

Montag, April 03, 2006

Wer ist Stuey Ungar?


Wir befinden uns im Jahr 1997, zurück in der Vergangenheit.
Die Finalrunde hat begonnen und die Luft ist zum Schneiden angespannt. Es liegen 1 Millionen Dollar im Pott. Am Spieltisch sitzen John Strzemp, Präsident des Las Vegas's Treasure Island Hotel/Casino und Stuey Ungar, geboren auf der Lower East Side, aufgewachsen als Krimineller, genannt der Mozart des Pokerspiels.
Das Ende ist bekannt. "The Kid", wie sie ihn Alle nannten gewann das bedeutenste Pokertunier ohne Geldlimit, zum dritten Mal in seiner Karriere.

Aufgewachsen in einer jüdischen Familie. Sein Vater war ein Spieler, Manager und Buchmacher, der ihm in frühester Kindheit das Pokerspiel beibrachte, als er als kindlicher Kellner zusehen durfte, wie die alten Herren um Geld spielten.
Bereits im Alter von drerizehn Jahren, nahm er am Tisch der Großen zum ersten mal Platz und gewann fast alle seine Spiele gegen die Freunde seines männlichen Elternteils.
Er war ein Verrückter. Ein Virtuose der Karten. In seinen jugendlichen Leichtsinn schmiss er am Ende fast jedes Abends, das gewonnene Geld freudejauchzend in die Höhe. Stuey besaß die Fähigkeit sich alle Karten und sämtliche Züge eines Abends genau zu merken und am Ende in richtiger Reihenfolge wiederzugeben. Selbst auch nur die angedeutetste Bewegung seiner Mitspieler entging ihm nicht. Ein Genie war er.

Mit Sechzehn gewann er in drei Spielen 1500 Dollar gegen Pokerlegende Teddy Price.
Mit siebzehn wurde er professioneller Spieler, trank Gin und machte eine Menge Geld in billigen Hinterzimmern.
Jedesmal wenn er auf diese Weise Geld verdient hatte, eilte er zur Rennbahn, verteilte Unmengen an Trinkgeld und verlor seinen gesamten Gewinn.
So war es nur eine Frage der Zeit bis Stuey Ungar zur New Yorker Spielerlegende aufstieg.

Schnell wurde auch die Mafia auf den Goldjungen aufmerksam. Diese Verbindung war ganz nach Stuey Geschmack, denn sein Motto lautete: "Wenn die Karten verteilt sind, will ich Menschen vernichten". Dunkler Nebeneffekt dieser Liäson war, dass man ihm mit 20 Jahren das Kokainschnupfen beibrachte, um ihm die Fähigkeit zu verleihen, ganze Tage und Nächte durchzuzocken.

Der Weg nach Vegas war vorgezeichnet und Stuey Ungar wurde "Mr. Vegas". Er heiratete bald und seine Frau war ihm behilflich Unmengen seines, nie versiegenden Geldes auszugeben. Ungars Leidenschaft war es nunmal, wie er selbst sagte, Geld zu verprassen. Er spielte gegen Alle und gewann. Seine Nachmittagsbeschäftigung war zu dieser Zeit Golfen, obwohl er den Sport überhaupt nicht konnte. Was früher die Pferdewetten waren, wurde nun durch unsinnige Golfwetten, um fünfstellige Geldbeträge ersetzt.

Er besaß nie eine Kreditkarte, sondern trug sein Geld, außer den Beträgen, die in großen Säcken, in seinem Hotelzimmer lagerten, immer bar mit sich herum. Er wettete auf Alles. Bestes Beispiel ist die 10.000 Dollar-Wette auf welcher Seite der Winschutzscheibe, wohl der nächste Regentropfen fallen würde.
Gegner kamen und gingen und Stuey blieb, während sein Kokainkonsum stetig stieg.
Ihm war egal was in der Welt passierte, der Kartentisch war sein Himmel. Mitte der Achziger hatte er etwa 10 Milionen Dollar verdient. Seine Frau gab es nicht mehr und er vergnügte sich mit Prostituierten, die er nie unter 30.000 Dollar belohnte.
Als die großen Spiele ausblieben, schmiss er einfach eine Millionen Dollar in den Pott und gewann sein Geld zurück.
Dies war sein Nervenkitzel.

Gesundheitlich ging es jedoch rapide bergab. Das Kokain hatte seine Nase zu diesem Zeitpunkt derart zerfressen, dass gezwungen war, sich eine neue Scheidewand künstlich einfügen zu lassen.
Stuey´s Mimik und Gestik war zusehens von unzähligen Ticks bestimmt und er konnte sich nicht mehr eine Sekunde ruhig halten. Er zerstörte sich selbst und begann seine Gegenspieler zu verabscheuen.
Zu jener Zeit gewann nebenbei ein 316 Mann Tunier ,ohne in vier Tagen auch nur eine Sekunde zu schlafen. Wie immer verspielte das gesamte Preisgeld am nächsten Tag (diesmal bei Sportwetten).

Am 20. November 1998 checkte er im Oasis Hotel für 48 Dollar die Nacht ein. Einen Freund bat er, beim Verlassen des Raumes, das Fenster zu schließen, weil ihm kalt war. Das Fenster war jedoch bereits geschlossen.
Am nächsten Tag war der Fernseher aus, er lag angezogen auf seinem Bett und hatte zwar keine Drogen, sondern nur noch 800 Dollar in seiner Hosentaschentasche. Stuey Ungar war nur 45 Jahre alt geworden.
Hunderte von Spielern versammelten sich bei seiner Beerdigung.

Ich will nie ein Verlierer genannt werden.
Selbst ein guter Verlierer, bleibt ein Verlierer - Stuey Ungar

Wer mehr wissen will: In Amerika ist gerade das Buch "One of a kind" über den wohl besten Pokerspieler der Welt erschienen.