Montag, Oktober 26, 2009

Allzu menschlich


Keiner kennt mich,
was bringt Champagner am Ende der Strassen der blauen Tränen,
keine Heimat,
und gute Dinge sterben,
für immer,
immer ich,
kotzen und einschlafen,
Schlaglöcher,
geträumt von Kinderlachen,
immer,
immer mehr,
ein Körper aus Fleisch und Blut
auf der Suche nach nur einem Herzen, das gleich schlägt.

Freitag, Oktober 23, 2009

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 64

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, welche ich in der jeweiligen Woche gelesen habe.
Heute eine Biographie: Undefeated

Der Biograph Everett M. Skehan ist wie Rocky Marciano in Brockton, Massacusetts geboren.
In 280 Seiten beschreibt er in einem blumigen Stil das Leben des Schwergewichtsweltmeisters, der nie verlor.

Einige der besten Zeilen:
- "You didn´t hurt him, the ring did."
- And only purists enjoy watching two Fred Astaires with marshmallow punches waltz their way through an evening.
- "When women kiss it always reminds one of fighters shaking hands before the fight.."
- He didn´t trust banks, lawyers, or consultants, and instead hid money like a squirrel. And to this day people are still searching for it.
- We sat there all night, and Rocky just ate for hours. It remindes me of a roman orgy. It was like he was obsessed. I never saw a guy eat so much.

In diesem Buch bekommt man alles, was Rocky Marchianos Leben geboten hat. Seiten voller Anekdoten, seiner Kindheit, mitreißender Beschreibungen seines Trainings oder seiner Kämpfe sowie seines Lebens außerhalb, beziehungsweise nach dem Boxsport.
Nicht nur für Fans.
Achtung: Das Buch ist im Großvormat. In gewöhlicher Buchgröße müsste das Werk etwa 400 Seiten umfassen.

292 Seiten, Rounder Books, 20 Euro

Labels: , , ,

Donnerstag, Oktober 22, 2009

Heute treffe ich Thomas Glavinic

Dienstag, Oktober 20, 2009

Klassik: Pogues

Donnerstag, Oktober 15, 2009

Mitnehmen


Das Telefon ist aus,
ein Wind hat sich gelegt,
die Welt ruht in Dunkelheit,
meine Augen tränen.

Ich will das behalten.
alles,
in mir,
wenigstens Dich.

Die Menschen schlafen,
ein Mond ruht am Himmel,
die Welt dreht sich kaum,
meine Augen tränen.

Ich will das behalten,
alles,
in mir,
wenigstens Dich.

Das Leben ist wundervoll,
eine Erinnerung bewegt sich wie blaue Wellen,
die Welt ist in mir,
meine Augen glänzen.

Dienstag, Oktober 13, 2009

Giacamo Casanova said:

"Real love is the love that sometimes arises after sensual pleasure: if it does, it is immortal; the other kind inevitably goes stale, for it lies in mere fantasy."

Montag, Oktober 12, 2009

Dorfer und Hader

Donnerstag, Oktober 08, 2009

Quatsch: Ich als Zombie

Dienstag, Oktober 06, 2009

Lesen ist Denken mit fremdem Gehirn.

Jorge Luis Borges

Freitag, Oktober 02, 2009

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 62

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche gelesen habe.
Heute: "Stiller"

Über den 1991 in Zürich verstorbenen Schriftsteller Max Frisch ist nahezu alles geschrieben worden. Jeder hat seinen Namen schon einmal gehört, aber sein angeblich wichtigstes Werk, haben in Gegensatz zu „Homo Faber“ nicht alle gelesen.
Herr White wird bei der Einreise in die Schweiz festgenommen. Es wir vermutet, dass sein Pass gefälscht und er in Wahrheit der verschwundene Bildhauer Anatol Stiller ist. In seinen Aufzeichnungen bis zur Gerichtverhandlung begibt man sich so auf die Reise nach der Wahrheit.
Die Auseinandersetzung eines Menschen mit sich selbst, herausragende Stilistik und die Begrenztheit des eigenen Ichs.

Einige der besten Zeilen:
- Ein kleiner Italiener singt jedes Mal.
- Ich bin ein unglücklicher, nichtiger, unwesentlicher Mensch, der kein Leben hinter sich hat, überhaupt keines. Wozu mein Geflunker? Nur damit sie mir meine Leere lassen, meine Nichtigkeit, meine Wirklichkeit, denn es gibt keine Flucht, und was sie mir anbieten, ist Flucht, nicht Freiheit, Flucht in eine Rolle. Warum lassen sie nicht ab.
- Ich bin geflohen, um nicht zu morden, und habe erfahren, dass gerade mein Versuch zu fliehen, der Mord ist.
- Ihr Blick drohte mit Sterben.
- Gestern in Davos. Es ist genau so, wie Thomas Mann es beschrieben hat.
- Meine Angst: Die Wiederholung -!
- Denn Trotz ist das Gegenteil von wirklicher Unabhängigkeit.
- S. 241.
- Ich habe keine Sprache für meine Wirklichkeit.
- Es fiel ihm nicht ein, sich zu entschuldigen. Und der Riss blieb offen.
- Es gibt allerlei Arten, einen Menschen zu morden oder wenigstens eine Seele, und das merkt keine Polizei der Welt.
- Wer sich selbst nur immerzu als Opfer sieht, meine ich, kommt sich selbst nie auf die Schliche, und das ist nicht gesund.
- S.149.
- Wenn ich so alleine bin, siehst du, und mich an alles erinnere, das ist das Schlimme, dass man allein nicht darüber lachen kann, oder dann ist es nur so ein böses bitteres Lachen, so dass man später über genau die gleichen Dinge doch wieder heult.
- Aber vielleicht hast Du dich als jemand bewähren wollen, der du gar nicht bist.
- Wenn ein Mensch, ein vertrauter, uns zum ersten Mal hasst, wirkt es ja fast wie eine Farce, aber es war sein wirkliches Gesicht, wahrhaftig, und ihr Lachen gefror.
- Man will Eindruck machen, dort wo man liebt, und wenn es dort nicht gelingt, gehen wir in die Öffentlichkeit!

„Stiller“ ist Weltliteratur, die vor allem aufgrund der unterschiedlichen Lebensvorstellungen und Identitäten eines einzigen Lebens seinen Bann entwickelt.
Das Werk ist einer, der Lieblingsromane von Hermann Hesse gewesen.

4342 Seiten, Suhrkamp Verlag, 10 Euro.

(Siehe hierzu auch die Rezension zu "Homo Faber")

Labels: , ,