Dienstag, April 29, 2008

Der Sommerregen


Ein Regen, der nicht nass werden läßt,
ein Regen, der waschen könnte,
irgendwie innerlich,
ein Regen, der den Sommer ankündigt,
und die Weichen neu stellt,
vielleicht irgendwie nur gefühlt,
ein Regen der süß schmeckt,
nach Küssen, nach Lieben, nach wunderbaren Menschen.
bringt der Mai alles Neue?

Freitag, April 25, 2008

Aus dem Leben:



"Eine Beziehung basiert für mich auf Verständnis, Vertrauen und Mitgefühl.
Wir hatten nur Vertrauen."

(Bild: Adele Eaglesen, Emergence)

Montag, April 14, 2008

Von Zeit zu Zeit ist es mir so, als ob Hunde die Herzen der Menschen sind.

Donnerstag, April 10, 2008

Allgäuertage


Ich liebe es, nach dem Laufen über Wiesen zwischen Getreidefeldern, an bewölkten Tagen in Büchern zu schmökern, während das Holz im Kachelofen knackt, von einem Schläfchen unterbrochen, während der frische Landwind durchs offene Fenster weht, die Enten Uwe und Gisela, welche uns täglich mit einem Besuch beehren, zu füttern und Flocke, die dickbäuchige Katze zu verscheuchen.
Ich liebe es bei Rotwein und Kerzenlicht unter dem einfallenden Mondlicht zu diskutieren, spät in der Nacht alte schwarz-weiss Filme zu sehen, meine Seele unbeeinflußt baumeln zu lassen und mich auf zwei Geburtstage freuen zu können.

Mittwoch, April 09, 2008

Roman schreibt Triebjagd 46

Dienstag, April 08, 2008

Späte Erkenntnis


Wenn Du nicht rauchst und trinkst, kommst Du an der Kasse jedes Supermarktes überaus billig davon.

Montag, April 07, 2008

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 21

Jede Woche stelle ich Euch Bücher, welche ich in der jeweiligen Woche gelesen habe, vor.
Heute: Der Steppenwolf


Der 1877 in Calw geborene und in Montagnola 1962 gestorbene, welbekannte Literat Hermann Hesse beschreibt in seinem 1927 verfassten Jahrhundertroman die mannigfaltige Zusammensetzung des menschlichen Verstandes anhand des lebensüberdrüssigen Harry Haller. Ein zufällig in die Hände gefallenes Buch, sowie das Treffen von Hermine beschwört aufgrund des Strebens nach Ganzheit eine wahre Irrfahrt der Protagonistenseele herauf. Wahn, Wirklichkeit, Leben, Sterben und Geniessen im Kopf eines vermeintlich Verrückten.

Einige der besten Zeilen:
- Die goldene Spur war aufgeblitzt, ich war ans Ewige erinnert, an Mozart, an die Sterne.
- Das gesamte Traktat (S.57-S. 87)
- Du liebst mich heute beinahe so, wie gute Liebende des beim Abschied tun, beim letztenmal.
- S. 253
- Im Spiegel stand ich, stand Harry, mit grauem Gesicht, von allen Spielen verlassen,, von allen Latern ermüdet, scheußlich bleich, aber immerhin ein Mensch, immerhin jemand, mit dem man reden konnte.
- Untergang des Abendlandes. Ermäßigte Preise. Noch immer unübertroffen.
-Ohne Zweifel haben sie ja längst erraten, daß die Überwindung der Zeit, die Erlösung von Wirklichkeit und was immer für Namen sie ihrer Sehnsucht geben mögen, nichts anderes bedeuten als den Wunsch, Ihrer sogenannten Persönlichkeit ledig zu werden.
- Jetzt erschien Pablo in der Tür, der Musikant, und leuchtete uns aus den frohen Augen an, welche eigentlich Tieraugen waren, aber Tieraugen sind immer ernst, und seine lachten immer, und ihr Lachen machte sie zu Menschenaugen.
- Immer ist es so gewesen und wird immer so sein, , dass die Zeit, die Welt und das Geld und die Macht den Kleinen und Flachen gehört, und den anderen den eigentlichen Menschen, gehört nichts. Nichts als der Tod.

Der Roman verfolgt, vergleichbar mit Siddahrta, eine Art buddhistischen Glaubenvorstellung welche Wege zur Reinwaschung der Seele zwischen den Zeilen für den Leser bereithält. Reich-Ranitzki verschmät das Buch mittlerweile, für mich völlig zu Unrecht. Der Steppenwolf ist über die Zeit erhaben, auch wenn die Industiekritik durch den Fortschritt nicht mehr mit dem Bild des Automobils funktioniert.
Der Steppenwohl ist lebensbejahend. Er könnte das eigene Gedankenverständnis fördern, aber bei der oberflächligen Lektüre vermag dies anders erscheinen.

Sonderausgabe 349 Seiten / Suhrkamp verlag / 19,80 Euro

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Donnerstag, April 03, 2008

Hinter dem Horizont geht es ....


Das Rotweinglas neben mir auf brennend heißer Spur. Meine Erinnerung achtet die Bahn. Joe immer gemocht. Seine Haare. Das kindliche Lachen in seinen Augen. Seine Bereitschaft für uns. Zu wenig gesehen. Zu wenig Zeit sich wirklich kennenzulernen. Verdammtes Leben. Zu kurz um die Heimat nicht bald heimatlos werden zu lassen. Was geht so tief rein? Jeder verliert sich. Zufällige Treffen, ein paar Stunden und das war es. Nutzlos Momente mit Gewalt zurückreißen zu wollen.
Es kommt nicht wieder. Zurückgehen als ich elf war. Marc, Darleen und Denis. Scheiße, es war heil. Die Welt war rund, dann drehte sie sich. Älter werden ohne Entfernung aufzubauen, unmöglich, jeder für sich. Wie tief kann das Getrenntsein sein? Es ist ein Schleicher in allen zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich kann beweisen: Marc war vor zwei Jahren in meiner Bar. Ich nahm mir Zeit. Nichts. Ich wollte. Nichts. Ich kämpfte. Nichts. Verdammter Idealismus. Wir waren Andere geworden.
Erinnerungen. Traurig, hypersensibel, der Sekundenzeiger tickt weiter.
Mich hat das gestern mehr gefreut als so manches.
In Verbindung mit Erinnerungen jedenfalls.
Wer weiss wie es heute ist?
Probieren!

Mittwoch, April 02, 2008

Roman schreibt Triebjagd 45

Dienstag, April 01, 2008

woher diese Anekdote wohl ist?

Nebel - rückwärts geschrieben


In der Nacht, des Abends und untertags das Grau-Schwarz, durchbrochen nur durch die Lichter hinter den Augen. Taumelnd in sich, weiter in sicherere Fahrwasser. Strebend. Immer, immer und immer voran. Tag - täglich, Woche - wöchentlich, Jahr - jährlich. Es sind die Glücksmomente, zu fassen aufgrund ihrer Verweildauer unmöglich. Von Einem zum Nächsten an Lianen zwischen dem Stadtbeton. Es ist nicht so schlecht, wie viele es machen wollen. Es ist nicht gut oder gar mies. Es ist nunmal und die Lichter überwiegen, bei mir jedenfalls. Ich im Glück!?