Freitag, August 29, 2008

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 31

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche gelesen habe.
Heute: Don Quixote von la Mancha

Der 1547 verstorbene spanische Nationaldichter Miguel de Cervantes Saavedra ist Schöpfer einer der bekanntesten Gestalten der Literatur. Don Quijote, dessen wirklicher Name dem Leser nie preigegeben wird, verfällt unzähligen Ritterroman derart, dass er auszieht, um die irrende Ritterschaft neu zu beleben. Ihm gelingt es seinen Nachbarn Sancho Pansa von seiner Idee zu begeistern und dieser zieht als treuer Diener und Begleiter mit ihm aus. Auf ihrem gemeinsamen Weg, der drei höchst unterschiedliche Auszüge enthält begegnet ihnen Wundersames, Ernüchterndes, Schmerzvolles, Rührendes, Skuriles und soviel mehr.

Einige der besten Zeilen:
- ..dass es kein Andenken gibt, welches die Zeit nicht verlöscht, und keinen Schmerz den der Tod nicht vertilgt.
- ..ein Mund ohne Backenzähne ist wie eine Bäckerei ohne Ofen...
- ..wir bleiben ruhig hier und essen unser Brot in Frieden und lassen den Teufel die Huren holen.
- ..und am Ende nichts weiter getan, als einen Stein mit einer Schere zurechtgeschnitten..
- Keine verliebten Abenteuer gehen aber so schnell vonstatten, als die o die Dame zuerst den Anfang macht..
- S.514
- An einem braven Herzen prallt das Unglück ab...
- Vorbedacht ist besser als nachgeklagt.
- Sei mäßig im Trinken und bedanke, daß reichlich genossener Wein weder Geheimnisse bewahrt, noch sein Wort erfüllt.
- ..denn in der Zeit, in welcher man ißt und trinkt haben die Sorgen nur wenig Gewalt.
- Das Geben und Behalten muß man mit Verstand verwalten.
- ...denn man übt mit kaltem Blute nur selten Rache aus.

Don Quijote aus dem Jahren 1605 und 1615 ist eine Abenteuergeschichte, nein eine Ritterposse, nein Dichtung, nein ein Märchen, nein eine Satire, nein die Geschichte über die menschliche Eigenschaft des sich begeistern, nein es ist viel mehr. Don Quixote ist Weltliteratur, Sigmund Freuds Lieblingsbuch und eines der besten Bücher, die ich jemals in den Händen hielt.

Übersetzt aus dem Spanischen von Ludwig Tieck
1029 Seiten, Diogenes Verlag, 14,90 Euro

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Donnerstag, August 28, 2008

Aus meiner kommenden Kurzgeschichte im "Face Magazin"


Ich kam zu früh, sie lachte und ich fühlte mich wie Berlin.

(Bild: Gefakter Facetitel)

Donnerstag, August 21, 2008

Gestirne


Die Zunge wie ein Fluss, das Blut wie die Sonne, das Gehirn wie der Mond und das Herz wie die Erde.

Mittwoch, August 20, 2008

Triebjagd 65

Dienstag, August 19, 2008

Heute eine Filmpremiere meines Freundes Qurin Berg

Montag, August 18, 2008

Ausdruck der Woche:

Abküren

Donnerstag, August 14, 2008

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 30

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche gelesen habe.
Heute, aus aktuellem Anlass: 39, 90

Frédéric Beigbeder wurde am 1965 in Neuilly-sur-Seine geboren und ist ein französischer Schriftsteller, Moderator, wie Konsumkritiker. Angeblich regte Michel Houellebecq ihn, den Texter einer international agierenden Werbeagetur an, sein Wissen und seine leidvollen Erfahrungen in der Welt des Scheins auf Papier zu bringen.
Anhand des Protagnonisten Octave, der nichts mehr herbeisehnt als seine eigene Kündigung, ist so, 2002 unter dem Orginaltitel "99 francs", eine gnadenlose Abrechnung mit der Werbebrache enstanden. Koks, Sperma, Manipulation und Unmenschlichkeit beherrschen die Seiten.

Einige der besten Zeilen:
- Zum ersten Mal in der Geschichte des Planeten Erde hatten die Menschen aller Länder dasselbe Ziel: genug Geld zu verdienen, um wie die Werbung zu werden.
- ...und dort pisste es aus meiner Nase wie noch nie......
- Was siehst Du aber den Strohhalm in deines Bruders Nase, und die Latte in deiner Hose nimmst Du nicht wahr.
- S. 106
- Statt die Frage nach dem Sinn des Lebens zu beantworten, reproduziert ihr (Frauen) lieber das Problem.
- Respekt ist der Ruin.
- Das ist also das Ende? Und ich hab gerade angefangen, dich zu lieben.
- ...er reicht die Scheidung ein, er will dass wir heiraten, die Totaloperation....
- S. 233
- Vaginales Lachen.
- Ich dachte, ich hätte Angst vor dem Tod, und ich hatte doch Angst vor dem Leben.

"39, 90" ist ein provokantes, abschreckendes Buch, dass einem die eigene Eingegliedertheit in die Konsumwelt vor Augen führt. Es ist ein Schrei nach Normalität, wenn es das gibt. Beigbeders Kritik funktioniert für mich hier besser als in seinem späteren Roman "Der romamtische Egoist".
Das Buch ist gerade von Jan Kounen verfilmt worden.

272 Seiten, Rowohlt Verlag, 9,95 Euro

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Mittwoch, August 13, 2008

Triebjagd 64

Dienstag, August 12, 2008

Wenn Dir etwas Angst bereitet, schau genauer hin!

Mittwoch, August 06, 2008

Triebjagd 63

Freitag, August 01, 2008