Dienstag, März 31, 2009

Auf der Suche nach Patrick Süsskind - Teil 2

Montag, März 30, 2009

Auf der Suche nach Patrick Süsskind - Teil 1

Freitag, März 27, 2009

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 46

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, welche ich in der jeweiligen Woche las.
Heute: Mängelexemplar

Sarah Kuttner, die im TV und in Kolumnen sätze-schießende Urberlinerin hat ihren ersten Roman verfasst.
Das Buch heißt Mängelexemplar und trägt diesen Titel sicher nicht in Anspielung auf dieses letztjährige unsägliche Beststellerwerk, sondern schlicht, weil der Titel Sinn macht und griffig ist.
Das Werk handelt von der jungen Frau Karo, die, durch ihre unzählige Spiegelung an äußeren Eindrücken, beschließen muss den Kampf zu sich selbst anzugehen, um endlich glücklich zu werden. Es geht um Liebe, Freundschaft, Familie, Panikattacken oder die täglichen Achterbahnfahrten im Leben eines ganz „normalen“ siebenundzwanzigjährigen Menschen.

Einige der besten Zeilen:
- Ich frage mich, ob sich Menschen im Krieg manchmal vorstellen, es wäre nur Silvester.
- Ich lasse es mir von Mama erklären, sie macht eine Zeichnung. Das kann sie gut, ich wurde mit einer Zeichnung der Gebärmutter aufgeklärt.
- Meine Familie und all die eingespielten Sätze und Kleinigkeiten brachten mich plötzlich auf die Weihnachtspalme.
- Der nächste Morgen ist ein Arschloch.
- S. 166 - 167
- Mit halbgeschlossenen Augen wankt er an dunklen Wintermorgen zur Arbeit, abends zur Kaufhalle und erreicht mit nassen Schuhen und letzten Kraftreserven das schützende Heim. Dort legt er sich vor den Fernseher, wickelt gegebenenfalls seine Familie wärmend um sich herum und schläft.
- Also schlucke ich mich runter und schlafe ein.
- Sie sind ein bisschen wie Niels Ruf, nur weniger Arschloch.
- Sie hatte völlig unterschätzt, welchen Einfluss ihre Vergangenheit auf ihre Gegenwart hat.
- ....und waren sogar mal sechs Monate gemeinsam in Barcelona. Zur Selbstfindung. Wir haben uns aber nicht gefunden, also sind wir wieder nach Hause geflogen.
- Ich gehe schlafen, denn meine Metaphern werden schwül.
- Umsatz schlägt Seele im großen Marktwirtschafts-Schnick-Schnack-Schnuck.
- Leid schafft eine Fangemeinde.
- Alle roten Fäden, aus denen ich mir doch eigentlich einen schicken Kopf-Pullover stricken wollte, sind plötzlich weg oder wieder verknotet.
- Das ist also das Ziepen und Zerren in meinem Herzen. Ich möchte nicht allein sein. Ich möchte meine Liebes-Flatrate zurück. Eine Garantie für Zuneigung. Ein Liebes-Buffet. All you can love.
- Ich möchte Erfolge. Ich möchte bald wieder im normalen Leben mitspielen dürfen. Wie die anderen Kinder sein.

Sarah Kuttner ist eine moderne Ingeborg Bachmann. Ihr Mängelexemplar ist klug, witzig, psychologisch, schmerzhaft und wunderbar hoffnungsvoll. So muss Literatur heutzutage sein!

256 Seiten; Fischer Verlag; 14,95 Euro.

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Dienstag, März 24, 2009

In sich selbst sehen


Leise,
ganz leise,
den Herzschlag verlangsamend,
so dass mich niemand hört.

Nichts,
nur nichts,
die Augen schließend,
so dass mich niemand sieht.

Schwarz,
tief schwarz,
auf das Glimmen wartend,
so dass mich niemand stört.

Wirbelnd,
alles wirbelnd,
die Kontrolle verlierend,
so dass niemand mehr da ist.

Licht,
nur Licht,
in Atmosphäre eintauchend,
so dass niemand acht geben muss.

Glückseeligkeit,
allumfassende Glückseeligkeit,
die Seele bewellend,
so dass Bedeutung verliert was war.

(Bild: Gabrielle Faust)

Montag, März 23, 2009

Dabei.



Deine Arbeit wurde ausgewählt, um auf dem UAMO Festival 2009 in München
innerhalb des Festival Screenings gezeigt zu werden.
Du bekommst nach dem Festival einen Ausstellungskatalog, in dem auch deine
Arbeit zu sehen ist per Post zugesandt

Your work has been selected to be shown at the UAMO festival screening via
video projector.
We will send you an exhibition catalogue after the festival including your
work.

Greetings, Johannes Blank/UAMO

Donnerstag, März 19, 2009

Geburtstagsfeierabsage


Nachdem ich aufgrund eines engen Projektes meinen Geburtstag per Mail absagen musste, bekam ich folgende Antwort:
.....da können wir doch nichts dafür. man wird also um die party betrogen..

Mittwoch, März 18, 2009

Triebjagd 104

Dienstag, März 17, 2009

Immer noch gut: Tell me, friend, can you ask for anything more?

Montag, März 16, 2009

Unwort des Tages:

Resthaarverwaltung

Mittwoch, März 11, 2009

Triebjagd 103

Dienstag, März 10, 2009

Selbsttragödie


Ich will immer noch auf Dich acht geben,
Hände, Worte, Gesten.

Ich will dir von unserer Zeit erzählen,
es waren so andere Bilder in meinem Kopf.

Ich will immer noch glauben, dass mit uns alles in Ordnung ist,
Geld, Ruhm, Streit.

Ich will dir von unserer Zeit erzählen,
meine Seele war nie leinwandweiss.

Ich will Dich immer noch fühlen,
Gedanken, Spiele, Verrücktheit.

Ich will Dir von unserer Zeit erzählen,
meine Fehler verfolgen mich.

Jetzt kann Dir das endlich erzählen,
vielleicht nur weil ich nicht zulassen kann, dass das Licht ausgeht!

Montag, März 09, 2009

Altes richtig - vor zwei Jahren

Freitag, März 06, 2009

Becks letzter sommer

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche las.
Heute: Becks letzter Sommer

Benedict Wells, jung, begabt und Münchner, hat einen Roman geschrieben.
„Becks letzter Sommer“ ist eine Geschichte über Individualismus und persönliche Freiheit. Auf Deutsch, es geht um Chancen und zwar ungenutzte, genutzte und zukünftige.
Der junge, unehrgeizige Lehrer Robert Beck hat sich in seiner Lebensplanung ein wenig verheddert und versucht sich durch die Liebe, durch Freundschaft und durch seine Musikleidenschaft freizukämpfen.
Agiert oder reagiert er nur?

Einige der besten Zeilen:
- Dann sprach Beck davon, dass er gar nicht älter geworden sei, sondern nur unbeweglicher und ängstlicher.
- Er hat den Vorfall einfach weggetrunken, dachte er.
- Sie lachte wie eine besoffene Courtney Love, also einfach nur Courtney Love.
- Vor lauter Geilheit auf Trinkgeld grinsten sie pausenlos.
- Er rettete sich in eine Zigarette und sah dem Rauch zu, als wäre es das Wichtigste der Welt.
- Er war nicht mehr der Michael Douglas aus Wall Street, er war nur noch irgendeine gewöhnliche Arschgeige an einem heißen Julitag in München.
- Es sind Gespräche wie diese, die das Leben als lieblosen Unfug enttarnen, dachte Beck.
Andys gutes Aussehen öffnete Türen, die sein Charakter wieder schloss.
- Wie er eingezogen wird, kämpft, verliert, überlebt, seinen Kopf mit grausamen Bildern auflädt, die ihn für den Rest seines Lebens lähmen werden.
- Nun, die gute Nachricht ist: Ja, es geht vorbei, sagte er schließlich. Und die schlechte: alles andere auch.
- S. 328
- Dafür sprechen sie gut Deutsch. Tue ich nicht wir unterhalten uns gerade in Englisch.
- Mir fehlt immer etwas. Wenn ich alleine bin, fehlt mir was, wenn ich mit jemandem zusammen bin fehlt mir auch was. Da ist immer eine Leere in mir. Die anderen Menschen sehen so glücklich aus, alles wirkt bei Ihnen so leicht.
- Wer gedankenbegabt ist, ist auch gedankengefährdet?

Becks letzter Sommer ist eine Reise. Eine Reise durch Erinnerungen, Vorstellungen über das Leben und die Realität. Das Buch ist witzig, spannend, skurril, melancholisch und ergreifend, oder schlicht ein Buch über das Mitgefühl.

464 Seiten, Diogenes Verlag, 19, 90 Euro.

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Donnerstag, März 05, 2009

Wohin


Helles Frühlicht,
es blendet nicht,
bringt meine Augen zum Strahlen,
lässt mich kühl atmen,

die Sonne schiebt sich an das Firmament,
sie ist golden,
umarmt mich besser als der dickste Mantel,
lässt mich grenzenlose Freiheit schmecken,

alles in Licht getaucht,
es ist gut,
lässt mich fühlen,
Du bist golden,

dann tausende Gedanken,
jetzt wird es ernst,
lässt die Erde wieder drehen,
was bist Du?

Montag, März 02, 2009

Nilz macht mal wieder hinreissenden Quatsch