Freitag, November 12, 2010

Buchvorstellung mit Roman L - Ausgabe 100

Jede Woche stelle ich Euch Bücher vor, die ich in der jeweiligen Woche gelesen habe. Heute: Nichts.

Die in 1964 Kopenhagen geborene Schriftstellerin Janne Teller hat vor mehr als zehn Jahren ein Buch geschrieben, dass an dänischen Schulen verboten wurde. Heute sind die Vorurteile beseitigt, aber die Geschichte der jugendlichen Suche nach der Bedeutung im Lebens besitzt immernoch genug Feuer für einen Schwelenbrand. Wie überzeugt man jemanden, der an nichts mehr glaubt.

Einige der besten Zeilen:
- "Und das können wir nicht, denn die Erwachsenen wollen nicht hören, dass wir wissen, dass nicht wirklich etwas etwas zu bedeuten hat und dass alle nur so tun als ob."
- Der Gedanke war nur im Augenblick wahr, als er gedacht wurde.
- Ein Pflaumenbaum hat viele Äste. Viele lange Äste. Viel zu viele, viel zu lange Äste.
- "Wenn sterben so leicht ist, dann deshalb weil der Tod keine Bedeutung hat."
- "Die Bedeutung" Sie nickte. "Sie haben uns ja nichts darüber beigebracht. Also haben wir sie jetzt selbst gefunden."

Ein fesselndes Buch, das nach dem Zuklappen noch viel weiter geht.

Übersetzt aus dem Dänischen von Sigrid C. Engeler

140 Seiten, Hanser, 12, 90 Euro.

















Siehe auch dieses Zeit-Interview von Janne Teller

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