Montag, Januar 28, 2008

Dies ist mein Blog. Das bin ich!


Jeden Abend wenn es dunkel ist, oder von Zeit zu Zeit auch in Helligkeit tue ich es.
Es begann vor zweieinhalb Jahren aufgrund eines Anrufs meines geschätzen Kollegen und Freundes Nilz Bokelberg. Just an diesem Tag begann ich das wieder aufzunehmen, was ich seit meinem zehnten Lebensjahrs mit Unterbrechung von einigen Jahren tat. Damals lag eine weisse Adler-schreibmaschine unter dem festlich geschmückten Baum. Nicht über dies und jenes gedachte ich zu schreiben und spannte an einem Tag weit in der Vergangenheit das erste weisses Blatt ein. Es folgten meine ersten zaghaften Tastenanschläge, formten sich zu Wörtern, genauer gesagt zu einer Einleitung unter der Überschrift „Anrufe ohne Meldung“. Hier begann also mein ernsthaftes Verfassen von Schriftstücken zu meinem Vergnügen. Seiten füllten sich auf diese Weise mit Überlegungen über Trauer, Liebe, chemischen Prozessen, wie Verhaltensmustern aus einer Art Vogelperspektive. Ich schrieb mich so freier, ja es funktionierte wohl auch als eine Art Ventil und ich fühlte mich nach der täglichen Fertigstellung glücklicher.
Seit über zwei Jahren nun teile ich diese, meine Gedanken mit dem technischen Hilfmittel eines Weblogs mit Euch. Sicher ist nicht alles von hoch Geistigem beseelt und einige Einträge würde ich beim nochmaligen Durchsehen wahrscheinlich löschen, aber an jenem jeweilig bezifferten Tag hat es mein Leben bereichert.
Kurz: Bloggen bereitet mir unbändiges Vergnügen und beinhaltet den wunderbaren Nebeneffekt, dass andere Menschen durch Worte mit mir fühlen. Vielleicht nicht jeden Tag, aber doch stetig. Es erfüllt mich zudem mit Stolz, dass sich „Anrufe ohne Meldung“ einer breiten und treuen Leserschaf erfreut und ich darüberhinaus hierdurch interessante, herzliche Menschen kennenlernen durfte.
Auf die nächsten fünfzig Jahre in denen ich schreiben kann:
Dies ist mein Blog. Dies ist ein Teil von mir.
Danke vielmals!