Mittwoch, Dezember 28, 2005

Die wunderschöne Stadt


Nicht nur dass der Fussballklub, "Hamburger Sportverein" nach Jahren der sportlichen Misere in den oberen Tabellenrängen zurück ist, nein sie haben noch dazu eine wirklich sehr, sehr extraordinäre Fanhymmne (Nicht so verblödet wie der Stern des Südens unseres Stadtklubs). Lotto King Karl fährt vor jedem Heimspiel vor der Fankurve der "AOL Arena", auf einer Bühne nach oben und singt folgendes:

Wenn du aus Dortmund kommst, schießt Geld dir keine Tore.
Wenn du aus der Hauptstadt kommst, scheißen wir auf dich und dein Lied.
Wenn du aus Leverkusen kommst, lass den Torwart gleich zu Hause
Wenn du auf Schalke kommst, ist das für uns 'nen Auswärtssieg.

Wenn ich weit, weit weg bin
Ob bei Juve oder Rom
dann denk ich "Hamburg meine Perle" und singe:
home sweet home!

Refrain
Hamburg meine Perle
du wunderschöne Stadt
du bist mein Zuhaus, du bist mein Leben
du bist die Stadt auf die ich kann, auf die ich kann.

Wenn du aus Bremen kommst, gibts für dich hier nix zu holen.
Wenn du aus Rostock kommst, bleibst am besten gleich zu Haus.
Wenn du aus Cottbus kommst, kommst du eigentlich aus Polen.
(Wenn du aus Gladbach kommst, sind wir die Hengste, ihr die Fohlen.)
Wenn du München kommst, ziehen wir dir die Lederhosen aus.

Wenn ich weit, weit weg bin
In Athen oder auf'm Dom
dann denk ich "Hamburg meine Perle" und singe:
home sweet home!

Vergesst Janette Biedermann und Catterfeld, hier singt Hamburg.
(Auf dem Bild ist einer der größten HSV-Fans zu sehen!)

Dienstag, Dezember 27, 2005

Der Pferdeflüsterer


Durch den Erfolg des Filmes "Der Pferdeflüsterer" mit "Beau" Redford wurde "Monty Roberts" glorifiziert. Die so genannten Pferdeflüsterer verkaufen oftmals den Umgang mit Pferden sehr erfolgreich und publikums- und medienwirksam. Doch der partnerschaftliche und artgerechte Umgang mit dem Pferd (Horsemanship) war und ist bei vielen Cowboys seit langer Zeit bekannt. Durch Zufall las ich heute ein sehr amüsantes Zitat dieses Tierfreundes, aber zuerst eine kleine Einführung in das Leben, der von Rob Redford dargestellten Figur.
Monty Roberts Kindheit war geprägt von seinem gewalttätigen Vater. "Ich habe 71 Knochenbrüche gehabt, bevor ich 12 war. Und die stammten nicht von Pferden. Ich hatte nie eine richtige Kindheit, ich wusste gar nicht, was Kindsein bedeutet. Ich hatte permanent Angst, und die Pferde wurden meine Freunde." Ein ganz schreckliches Erlebnis für den kleinen Monty: der Vater ließ das Lieblingspferd ohne Wissen seines Sohnes schlachten. "Ich habe Jahre gebraucht, um das zu verkraften. Mein Vater wollte mich total beherrschen, und das Pferd stand ihm da im Weg. Es war für mich ein besserer Freund als er."
Er war es, der sagte:
"Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben einen Penny beim Pferderennen gewettet. Niemals. Ein kluger Barkeeper fängt ja auch nicht an zu nippen."
Also, ich hab gelacht!

Sonntag, Dezember 18, 2005

hui

Sonntag, Dezember 11, 2005

Und wie findest Du es?


Samstag 22 Uhr Maximiliansplatz
Nach sechs Wochen ,andauernder Umbauarbeiten eröffnete gestern die neue Filiale des balearischen Franchiseunternehmens "Pacha" seine Pforten anstelle des ehemaligen, in den achtziger und neunzigern angesagten "Nachtcafe". Bereits auf dem Weg von der angestaubten "Schumanns"-Bar ,hin zum roten Teppich, machte sich die Befürchtung in mir breit, keine objektive Sicht dieser Disco wiedergeben zu können, da einige der Besitzer mit mir eng befreundet sind.
Gott sei Dank befinde ich mich heute jedoch nicht in dieser Zwickmühle, aber alles der Reihe nach.
Unsere vier Mann starke Reisegruppe bestehend, aus Steve O, Nilz Bokelberg, Daniel Schustermann und mir, erreichte bei einem geschätzten Alkoholgehalt von insgesamt 4,0 Promille mit dem Taxi gegen 0.40 Uhr den stufigen Aufstieg zum "Pacha". An der Tür erwartete uns, Norbert Schmitz, Türlegende aus besseren "P1"-Tagen und Geschäftsfüher des "Parkcafe", nebst Michi Kern, dem Münchner Grossgastronom und Teilhaber dieser Filiale. Nach einem herzlichen Plausch legten wir aufgeregt und mit leicht schwitzigen Händen den Weg auf dem roten Teppich, gesäumt von logoverzierten Vorhängen zurück und die Tür schwang sich auf.
Frage: Wenn ihr einen neuen Club in München eröffnen würdet, ladet ihr unzählig viele Menschen ein um, die in München leider immernoch wertgeschätzte Schlange vor der Tür zu präsentieren?
Sie taten es nicht. 400 (Offitzielle Zahl, jedoch ist niemand so blöd wirklich nur so Wenige rauszuschicken, da eine gute Resonanzquote bei etwa 80% liegt) handverlesene Gästen wurden mit goldenen Einlasskarten versehen. Etwa 470 Gäste waren gekommen, also doch waren um die 600 Einladungen verschickt (q.e.d). In einem gut übersichtlichen, in erdtönen gehaltene Raum, der im Großen ohne alberne Podestspielerei auskommt, fröhnten die "Discogeilen" dem Alkohol, sowie der Housemusik von Chrissi D (sehr gute Musik, auch wenn sich House seit fünf Jahren überhaupt nicht weiterentwickelt hat).
Die Anlage übermittelte die Vivyl-kompromierten Scheiben, in einer ausgewogenen und homogenen Lautstärke. Jeder Gast hatte seinen Bereich, sprich war die Möglichkeit gegeben ,ohne störende Rempelei einen feucht-fröhlichen Abend zu begehen. An dieser Stelle wirklich ein großes Lob, da anscheindend wirklich dem neuen Credo, der Arroganz abzuschwören und auf die Konsumenten einzugehen, gefolgt wurde.
Die versammtelte Menge zappelte wild und auch wenn etwa 35% des exzellent ausgewählten Premierenpublikums das "Pacha" bereits um 2.30 Uhr verließen, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Hier greift einer meiner Kritikpunkte als Erklärungsversuch. Wie in der Bar "Edmoses" oder auch bei dem Veranstaltungsreinfall "Do not Disturb" im BMW-Pavillion ist eine Seite des "Pacha" mit einer fünfzehn Meter breiten Glasfront ausgestattet, die zu jeder Zeit einen Blick nach draußen auf die Straße, sowie die vorbeifahrenden Autos ermöglicht. Meiner Meinung nach, wird und wurde man (in den oben genannten Fällen) so unweigerlich ständig mit dem Gedanken des Heimwegs konfrontiert, was sich wiederum unweigerlich auf den Gemütlichkeitfaktor auswirkt.
Für das Gerücht des Abends sorgte "Ersatz"-Heino und "Pleitegeier" G. (Name verändert), der seiner Ex_freundin (Name verändert) angeblich in einem unbeobachteten Moment Geld aus ihrer Handtasche stahl, um sich anschließend mit drei Prostituierten zu vergnügen, aber das konnte bis dato noch nicht verifiziert werden.
Unsere Reisegruppe hatte alles in Allem viel Spaß, Jux und Tanzerei in einem wirklich gut präsentierten Laden, dem ich allen Erfolg der Welt wünsche.
Das Nachtcafe ist tot, lang lebe das Pacha.

Donnerstag, Dezember 08, 2005

Beste Wünsche

Eigentlich hatte ich mir gedacht, dass ich "Niente" zu Großmeister Allen´s siebzigsten Geburtstag schreibe. Soviele da draussen nennen seine Filme , um als interlektuelle Kinogänger zu gelten. Ihr Ding.
Ich stieß jedoch kürzlich auf ein Zitat, dass nicht nur meiner Meinung entspricht, sondern auch wunderbar in den geschriebenen Kontext der Woche passt. Also lest:

"Meiner Ansicht nach kann man nicht an einer Beziehung arbeiten, man kann sie nicht kontrollieren.
Wenn man Glück hat und den Richtigen trifft, dann ist es super, wenn nicht, dann sollte man sich auf ein gewisses Ausmaß an Leid vorbereiten.
Die Menschen bleiben aus Gewohnheit zusammen, haben nicht die Energie, sich zu trennen, haben Angst vor dem Alleinsein oder haben Kinder, denen sie eine Trennung nicht zumuten möchten.
Zwei Leute. die sich treffen, lieben und immer glücklich miteinander sind, ist eine Seltenheit. Das ist dann nur Glück!"
--Woody Allen